Vorsteuergewinn

Deutsche Bank erhöht höchstes Ergebnis seit 2007

Die Deutsche Bank löst ihre interne Bad Bank auf und verspricht ihren Aktionären mehr Dividende. Bis auf das Assetmanagement lieferten 2022 alle Geschäftssparten steigende Erträge. Der Vorsteuergewinn stieg auf 5,6 Mrd. Euro.

Deutsche Bank erhöht höchstes Ergebnis seit 2007

Die Deutsche Bank hat mit einem Vorsteuergewinn von 5,6 Mrd. Euro das beste Ergebnis seit 15 Jahren eingefahren und will ihren Aktionären mit 30 Cent je Aktie 50% mehr Dividende ausschütten als im Vorjahr. Die Unternehmensbank verbuchte im Vergleich zum Vorjahr mit 6,3 Mrd. Euro 23% mehr Ertrag. Der Vorsteuergewinn verdoppelte sich hier auf 2 Mrd. Euro. In der Investmentbank legten die Erträge um 4% auf 10 Mrd. Euro zu. Das um 62% geschrumpfte Beratungsgeschäft konnte ein um 26% höheres Handelsgeschäft ertragsseitig kompensieren. Der Vorsteuergewinn der Investmentbank ging jedoch um 6% auf 3,5 Mrd. Euro zurück. Die Privatbank baute ihre Erträge um 11% auf 9,2 Mrd. Euro aus und versechsfachte den Vorsteuergewinn auf 2 Mrd. Euro. Die Erträge im Assetmanagement hingegen sanken um 4% auf 2,6 Mrd. Euro und der Vorsteuergewinn gab um 27% auf rund 600 Mill. Euro nach – das lag auch am Gewinnrückgang der DWS, die mehrheitlich zur Deutschen Bank gehört.

Die Capital Release Unit, die interne Abbaueinheit der Bank, tauchte ein letztes Mal im Ergebnis auf. Sie steuerte einen Vorsteuerverlust von 932 Mill. Euro bei und wird ab dem ersten Quartal 2023 nicht mehr als eigenes Segment ausgewiesen, da sie der Bank zufolge ihr Mandat zum Abbau von Risiken und Kosten erfüllt hat. Das verbleibende Portfolio wird Teil des Segments Corporate & Other (C&O). Die Aufwand-Ertrag-Relation sank gegenüber dem Vorjahr von 85 auf 75%. Bis 2025 will die Deutsche Bank weitere 2 Mrd. Euro einsparen. Weitere Stellenkürzungen schließt sie nicht aus.

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