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LME setzt enge Grenzen

Die London Metal Exchange will der Volatilität im Handel dadurch beikommen, dass sie keine Orders mehr zulässt, die jenseits der von ihr festgelegten Preislimits liegen.

LME setzt enge Grenzen

hip London

Die London Metal Exchange hat mitgeteilt, dass sie ab sofort keine Orders mehr zulässt, deren Preise jenseits der vom Börsenbetreiber verfügten Limits liegen. Damit wolle man „das faire und ordentliche Funktionieren“ des Marktes sicherstellen, hieß es zur Begründung. Seit der Wiederaufnahme des Nickelhandels versuchen Marktteilnehmer, sich von ihren Positionen zu trennen. Doch die Maßnahmen der LME sorgen für weniger Liquidität. Metallhändler und Investoren sind gleichwohl dabei, ihr Exposure zur Londoner Metallbörse in Windeseile zu verringern, wie Bloomberg berichtet. Die Summe der ausstehenden Derivatkontrakte (Open Interest) sei so niedrig wie zuletzt vor 15 Jahren.

Das Marktsegment steht wegen des Ukraine-Kriegs unter Druck. Am 8. März musste die Börse erstmals seit mehr als einem Vierteljahrhundert den Nickelhandel aussetzen, weil am Markt steigende Preise erwartet wurden. Das zwang den chinesischen Milliardär Xiang Guangda und seine Tsingshan Holding dazu, eine Shortposition aufzulösen, was den Preis nach oben jagte. Guangda hatte mit Hilfe von J.P. Morgan und anderen Banken darauf gewettet, dass die schnell steigende Produktion in seinen indonesischen Werken den Preis nach unten drücken würde. Dann aber stieg der Nickelpreis auf mehr als 100000 Dollar pro ­Tonne.