Italien

Mediobanca legt Rekordzahlen vor

Die italienische Investmentbank hat trotz eines schwierigen Umfelds Rekordergebnisse für das Geschäftsjahr 2021/2022 (30.6.) vermeldet.

Mediobanca legt Rekordzahlen vor

bl Mailand

Trotz eines schwierigen makroökonomischen Umfelds hat die italienische Investmentbank Mediobanca für das Geschäftsjahr 2021/22 (30. Juni) Rekordergebnisse vorgelegt. Das Institut profitierte von seiner Präsenz in spezialisierten Nischen, aber auch von seinem diversifizierten Portfolio. Bremsspuren zeigten sich im Investment Banking, wo der Nettogewinn im vierten Quartal und auch auf Jahresbasis (minus 21 % auf 225 Mill. Euro) deutlich zurückging.

Dagegen leisteten das Wealth Management (plus 34 % auf 134 Mill. Euro) und die Konsumentenkreditsparte (plus 33 % auf 370 Mill. Euro) deutlich höhere Beiträge zu dem um 12 % auf 907 Mill. Euro gestiegenen Jahresgewinn. Als Goldgrube erwies sich erneut die 12,8-prozentige Beteiligung an Generali: Die Versicherung steuerte im Geschäftsjahr 2021/22 fast 357 Mill. Euro zum Gewinn bei. Die Einnahmen wuchsen im gesamten Geschäftsjahr um 8 % auf 2,85 Mrd. Euro.

Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 75 Cent je Aktie (plus 14 %). Die Bar-Ausschüttungsquote liegt bei 70 %. CEO Alberto Nagel ist optimistisch, die Einnahmen in diesem Jahr auf mehr als 3 Mrd. Euro steigern zu können. Die Aufwandsquote ging zwar im Gesamtjahr leicht auf 46 (i.V. 47) % zurück, lag aber im Schlussquartal bei 50 %. Grund dafür waren höhere Kosten. Mediobanca investiert in IT und stellt für den Ausbau des Vertriebs Personal ein. Analysten zeigten sich zufrieden mit den Zahlen, die über den Erwartungen lagen, und auch über die sehr solide Kapitalquote (CET 1) von 15,7 (16,3) %. Der Aktienkurs schloss am Freitag mit einem Plus von 2,3 % bei 8,36 Euro.

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