Immobilienkonzern

Anleger zeigen Aroundtown die kalte Schulter

Gestiegene Zinsen und hohe Inflationsraten setzen Aroundtown zu. Immerhin, im Hotelsegment haben sich die Perspektiven aufgehellt.

Anleger zeigen Aroundtown die kalte Schulter

hek

Donnerstag, 25.8.:

Bei Immobilienaktien dominiert die Frage, wie stark sich gestiegene Zinsen und hohe Inflationsraten auf Bewertungsansätze und Barmittelzuflüsse auswirken. Die Aktien stehen allenthalben unter Druck. Das gilt auch für Aroundtown, die am 25. August den Halbjahresbericht präsentiert. Der Aroundtown-Kurs ist im Juli sogar unter die Marke von 3 Euro gefallen. Der Konzern verweist regelmäßig auf die hohe Diversifizierung nach Sektoren, Mietern und Regionen, die Risiken eindämme.

Aroundtown verfolgt aktuell eine Verkaufsstrategie. Die Einnahmen fließen – neben Schuldentilgung – in Aktienrückkäufe. So werde Wert geschaffen, da die Aktie einen hohen Abschlag zum inneren Wert aufweise, heißt es. An der Börse verfängt die Strategie aber nicht, wie der Kursverfall zeigt. Derzeit bewegt sich der Discount bei zwei Drittel.

Im Hotelsegment, das lange unter der Pandemie litt, haben sich die Perspektiven aufgehellt. Infolge der Aufhebung der Coronabeschränkungen ist die Belegung der verpachteten Unterkünfte stark gestiegen. Damit dürfte auch der Mieteingang zunehmen. Im Mai rechnete Aroundtown mit 70 bis 80% Hotel-Pachteingang für den Rest des Jahres. Im ersten Quartal waren es 45% und im April 65%. Hotels stellen 18% des Portfolios. Größtes Segment sind Büroimmobilien mit 44%. Über das Wohnungssegment hat die Tochter Grand City Properties bereits berichtet (vgl. BZ vom 16. August).