Devisen

Höheres BIP-Wachstum als erwartet stützt Dollar

Ein robusteres Wachstum der US-Wirtschaft als erwartet hat am Donnerstag den zunächst schwächeren Dollar gestützt. Der Dollar-Index, der den Wert des Greenback zu sechs anderen Indus­trieländerwährungen abbildet, lag am frühen Abend mit einem Plus von 0,5 % bei 102,12 Zählern.

Höheres BIP-Wachstum als erwartet stützt Dollar

Ein robusteres Wachstum der US-Wirtschaft als erwartet hat am Donnerstag den zunächst schwächeren Dollar gestützt. Der Dollar-Index, der den Wert des Greenback zu sechs anderen Indus­trieländerwährungen abbildet, lag am frühen Abend mit einem Plus von 0,5% bei 102,12 Zählern, nachdem er zuvor bei 101,50 den tiefsten Stand seit Ende Mai 2022 erreicht hatte. Das US-BIP ist im vierten Quartal nach vorläufigen Daten um annualisiert 2,9% gewachsen. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt ein Wachstum von 2,6% erwartet. Der Euro, der zu­nächst ein Neunmonatshoch von 1,0929 Dollar erreicht hatte, fiel zurück und lag zuletzt mit einem Minus von 0,5% bei 1,0864 Dollar.

Gemessen an dem schwierigen Umfeld habe sich die US-Wirtschaft im Schlussquartal 2022 noch gut gehalten, so die Commerzbank. „Wir erwarten dennoch weiterhin eine (milde) Rezession in diesem Jahr, denn die volle Belastung aus den Zinserhöhungen der Fed dürfte wegen der üblichen Wirkungsverzögerungen erst dieses Jahr spürbar sein.“ Einige harte Dezemberdaten wie die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion seien bereits sehr schwach ausgefallen, was ein Anzeichen sein könnte, dass die Wirtschaft spürbar an Schwung verliere. Auch die umfragebasierten Indikatoren wie die ISM-Einkaufsmanager­indizes zeigten deutlich nach unten. „Nimmt man an, dass die ISM-Indizes im ersten Quartal auf dem niedrigen Dezember-Niveau bleiben, sollte die Vorjahresrate des BIP-Wachstums im ersten Quartal gegen null tendieren.“

Der australische Dollar lag nach einem Fünfmonatshoch von 0,7142 US-Dollar zuletzt mit einem Minus von 0,2% bei 0,7093 Dollar. In der Frühe wurde die Währung zunächst noch von der am Vortag veröffentlichten, über den Erwartungen liegenden Inflation vom vierten Quartal gestützt.

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