Märkte am MorgenDax kaum bewegt

Keine klare Richtung vor EZB-Zinsentscheid

Vor dem Zinsentscheid der EZB und nach US-Inflationsdaten sind die Märkte in Wartestellung. Q1-Zahlen gibt es aus dem MDax von Gerresheimer.

Keine klare Richtung vor EZB-Zinsentscheid

An den Märkten zeichnet sich nach Bekanntgabe der US-Inflationsdaten am Mittwoch und vor dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) keine klare Richtung ab. Der Dax ist kaum verändert in den Tag gestartet und bewegt sich in der ersten Handelsstunde zwischen 18.070 und 18.100 Punkten. Auch in Asien scheinen die Indizes unentschlossen, aus den USA waren zuletzt schwache Vorgaben gekommen.

Die mit Spannung erwartete Entscheidung der Europäischen Zentralbank fällt am Nachmittag, um voraussichtlich 14:15 Uhr. Um 14:45 Uhr spricht EZB-Präsidentin Christine Lagarde und könnte einen Hinweis darauf geben, ob die Zinsen in der kommenden Runde im Juni bereits sinken könnten. Für den Donnerstag wird eine weitere Zinspause erwartet.

Von Unternehmensseite sind wenige Impulse zu erwarten. Der MDax-Konzern Gerresheimer hatte am Mittwochmorgen Zahlen veröffentlicht, welche dessen Ausblick bestätigten. Im ersten Quartal stieg der Umsatz organisch um 2,8% auf 466,1 Mill. Euro und das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um 5,9% auf 80,9 Mill., wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

Die Börsen in Asien zeigten sich ohne klare Richtung. Während der Nikkei in Japan vor zum Handelsende rund 0,4% verlor, gewann der SSE Composite der größten börsennotierten Unternehmen in China rund 0,2% und der Hangseng in Hongkong gab um 0,2% nach.

In den USA verlor der Dow Jones Industrial bis zum Handelsschluss am Mittwoch 1,1%, der marktbreite S&P 500 gab um 1% nach und der Tech-Index Nasdaq Composite verlor rund 0,8%.

Am Mittwoch hatten Daten zu gestiegenen Verbraucherpreisen in den USA die Märkte aufgeschreckt. Um 3,5% waren die Preise gestiegen. Diese Steigerung veranlasste viele Anleger zu der Annahme, dass sich die Zinswende in den USA wohl weiter verzögern könnte. Die ebenfalls am Mittwoch veröffentlichten „Fed Minutes“, die Protokolle der vergangenen Sitzung der US-Notenbank, hatten allerdings gezeigt, dass eine große Mehrheit der Verantwortlichen eine Zinssenkung noch in diesem Jahr für notwendig hält. Dass diese im Juni erfolgen könnte – wie von vielen Marktteilnehmern lange erwartet – erscheint inzwischen aber unwahrscheinlicher. Möglich, dass sich einige Investoren zu weit vorgewagt hatten, kommentiert Dieter Kuckelkorn.

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