Konsum

Hohe Inflation lastet weiter auf US-Verbrauchern

Der Optimismus unter US-Verbrauchern hat im Februar leicht zugenommen. Dennoch macht die hohe Inflation Konsumenten weiter zu schaffen und dürfte in den kommenden Monaten deren Ausgaben einen Dämpfer verpassen.

Hohe Inflation lastet weiter auf US-Verbrauchern

Der Optimismus unter US-Verbrauchern ist im Februar wieder gestiegen. Gleichwohl verharrt die Verbraucherstimmung im historischen Vergleich nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau, und zwar vorwiegend infolge der hohen Inflation. So stieg der einschlägige Index der University of Michigan im laufenden Monat um 2,3% auf 66,4 Punkte und legte im Vorjahresvergleich um 5,7% zu. Der Index der Verbraucherstimmung liegt derzeit aber um 14% unter dem Stand von 2021 und um mehr als 20% unter dem historischen Durchschnittswert.

Wie die für den Bericht zuständige Ökonomin Joanne Hsu feststellt, „lasten die hohen Preise weiter auf Verbrauchern, dies ungeachtet der rückläufigen Inflationsdaten, die in den vergangenen Monaten gemessen wurden“. Gepaart mit der Erwartung, dass die Arbeitslosenquote wieder steigen wird, die im Januar mit 3,4% auf den niedrigsten Stand seit mehr als 53 Jahren gefallen war, „ist davon auszugehen, dass Konsumenten sich in den kommenden Monaten mit ihren Ausgaben zurückhalten werden“, sagte die Volkswirtin.

Zwar kletterten die Verbraucherpreise im Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 6,5% – das ist die geringste Jahresrate seit Oktober 2021. Am Dienstag wird das Arbeitsministerium die Zahlen für Januar veröffentlichen, und erwartet wird ein weiterer Rückgang. Dennoch rechnen die befragten Haushalte damit, dass die Teuerungsrate im kommenden Jahr bei 4,2% liegen wird. Das ist um 0,3 Prozentpunkte höher, als Konsumenten im Vormonat geschätzt hatten.

Längerfristig wird mit einer Teuerungsrate von 2,9% gerechnet. Die Ungewissheit über die weitere Entwicklung hat aber zugenommen. Laut Hsu „könnte dies andauernde Volatilität bei den Inflationserwartungen signalisieren“. Zuletzt hatte Notenbankchef Jerome Powell gesagt, dass „der disinflationäre Prozess“ begonnen habe, es aber längere Zeit dauern werde, bis die Teuerungsrate sich wieder dem Inflationsziel von 2% nähert.

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