Konjunktur

Weniger Arbeitslosigkeit in den OECD-Ländern

2023 ist die Arbeitslosigkeit im OECD-Raum gesunken. Auch wenn sich die Jobmärkte zum Jahresende kaum noch bewegt haben.

Weniger Arbeitslosigkeit in den OECD-Ländern

2023 ist die Arbeitslosigkeit in den OECD-Ländern auf ein Rekordtief gesunken. Zum Jahresende haben sich die Jobmärkte allerdings kaum noch bewegt. Laut der Industrieländerorganisation waren 33,2 Millionen Personen im OECD-Raum ohne Job und damit so wenig wie nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 2001. Zudem war es der dritte Rückgang in Folge. Die Arbeitslosenquote blieb damit auch während des gesamten Jahresverlaufs unter 5% – für das Gesamtjahr wird eine Quote von 4,8% gemeldet, 2022 waren es 5,0%. In Israel, Lettland, Polen und Slowenien erreichten die Arbeitslosenzahlen 2023 jährliche Rekordtiefs.

In den G7-Ländern verharrte die Arbeitslosenquote 2023 bei 4,1%. In der EU gab es einen Rückgang um 0,2 Prozentpunkte auf 6,0%. Im gemeinsamen Währungsraum fiel die Quote gleichfalls um 0,2 Prozentpunkte auf 6,5%.

Im Dezember blieb die Arbeitslosenquote in fast allen OECD-Ländern stabil oder ging leicht zurück – nur in sieben Ländern stieg sie, darunter Österreich, Tschechien und Schweden. Unter den Euro-Schwergewichten sticht Deutschland mit 3,1% hervor, das liegt nur leicht oberhalb des Rekordtiefs von 2,9% aus dem Mai 2019. Die Arbeitslosenquoten in Frankreich und Italien liegen mit 7,3% bzw. 7,2% auf einem ähnlichen Niveau. Spanien ist mit 11,7% das Schlusslicht.

Kaum verändert zeigten sich die Arbeitslosenquoten für Frauen und Männer mit 5,0 % bzw. 4,7 % sowie jüngere Arbeitnehmer (15–24 Jahre) und für Arbeitnehmer ab 25 Jahren. Letztere werden mit 10,6% und 4,1% angegeben. Zehn OECD-Länder verzeichnen dabei allerdings Jugendarbeitslosenquoten nahe oder über 20%. Dazu zählen neben Spanien etwa Belgien, Griechenland und Schweden.

ba Frankfurt
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