Altlasten

Chefin räumt auf

Bevor sie im Februar ihren Strategieplan präsentiert, muss Orange-Chefin Christel Heydemann Lösungen für die Sorgenkinder des französischen Telekomriesen finden.

Chefin räumt auf

Christel Heydemann macht den Weg frei, damit sich Telekomriese Orange künftig wieder auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann. Für eine Altlast, die sie bei ihrem Amtsantritt im Frühjahr 2022 von ihrem Vorgänger übernommen hat, hat sie gerade eine Lösung gefunden. Der Bezahlfernsehsender OCS und das dazugehörende Filmstudio sollen an Canal+ gehen. Bevor Heydemann am 16. Februar ihren Strategieplan vorstellen wird, muss sie sich noch um die beiden anderen Sorgenkinder des Telekomkonzerns kümmern: Orange Bank und die Geschäftskundensparte Orange Business Services (OBS). Heydemann hofft, dass Lazard einen Käufer findet, der die Bankaktivitäten komplett zusammen mit den Mitarbeitern übernimmt. Allerdings dürfte das nicht ganz einfach werden, da Orange Bank bisher neue Kunden vor allem gewinnt, wenn diese in einer der Boutiquen des Telekomkonzerns etwas kaufen. Dagegen dürften die Probleme von OBS einfacher, nämlich mit einer Restrukturierung in den Griff zu bekommen sein.                                                                                      wü