Luftfahrt

Rolls-Royce und Easyjet testen Wasserstoff-Triebwerk

Erstmals wurde auf der britischen Luftwaffenbasis Boscombe Down ein Wasserstoff-Triebwerk mit Erfolg getestet. Verkehrsminister Gran Shapps verspricht sich davon „Fliegen ohne Schuldgefühle“.

Rolls-Royce und Easyjet testen Wasserstoff-Triebwerk

hip London

Rolls-Royce und Easyjet haben ein Wasserstoff-Triebwerk mit Erfolg getestet. Wie der britische Technologiekonzern mitteilte, wurde dafür ein umgebautes Triebwerk des Typs AE2100-A verwendet, das in der Regel in Regionalflugzeugen zum Einsatz kommt. Der Test fand auf der Luftwaffenbasis Boscombe Down am Boden statt. Das European Marine Energy Centre (EMEC) lieferte dafür „grünen“ Wasserstoff, der auf den Orkney-Inseln mit Hilfe von Wind- und Gezeitenenergie erzeugt wurde. Der britische Verkehrsminister Grant Shapps sprach von einem Wandel hin zum „Fliegen ohne Schuldgefühle“. Es handele sich um „eine aufregende Demonstration, wie Innovationen der Wirtschaft unsere Art zu leben verändern können“, sagte er. Der FTSE-100-Gesellschaft zufolge handelte es sich um den ersten Probelauf eines mit Wasserstoff angetriebenen Triebwerks weltweit. Easyjet-Chef Johan Lundgren sagte, Wasserstoff biete große Chancen für eine Reihe von Flugzeugen, auch für Maschinen der Größe, die der Billigflieger einsetze. „Das wird ein großer Schritt voran bei der Erfüllung der Net-Zero-Herausforderungen bis 2050 sein“, sagte Lundgren. Die beiden Unternehmen, die im Juli eine entsprechende Partnerschaft angekündigt hatten, wollen nun weitere Tests durchführen, um dann ein Rolls-Royce-Triebwerk vom Typ Pearl 15 am Boden zu testen.

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