Medienbranche

Vivendi verhandelt mit Kretinsky

Vivendi will seine Verlagstochter Editis an den tschechischen Investor Daniel Kretinsky verkaufen, um die Zustimmung der Wettbewerbshüter zur Übernahme von Lagardère zu bekommen.

Vivendi verhandelt mit Kretinsky

wü Paris

Vivendi verhandelt exklusiv mit International Media Invest, einer Tochter der Holding des tschechischen Investors Daniel Kretinsky, über den Verkauf der Verlagstochter Editis. Ziel ist es unter anderem, von den EU-Wettbewerbshütern die Zustimmung zu der geplanten Übernahme der Lagardère-Gruppe zu bekommen. Denn der französische Medienkonzern will den Hachette-Verlag behalten, der zu Lagardère gehört. Vivendi hatte den Verkauf von Editis im Sommer 2022 angekündigt und dafür eine recht komplexe Operation ersonnen. Dabei sollte das Kapital an die Aktionäre verteilt und an die Börse gebracht werden, wobei ein Block von 32% bis 37% für einen neuen Hauptaktionär vorgesehen sein sollte. Für diesen Block hatte Kretinsky zunächst zusammen mit Fernsehproduzent Stéphane Courbit und Smartbox-Gründer Pierre-Édouard Stérin geboten. Das komplizierte Verkaufsverfahren war aber bei den Wettbewerbshütern auf Bedenken gestoßen.