Italien

Lufthansa-Partner MSC hat kein Interesse mehr an ITA

Der bisherige Lufthansa-Partner, die Reederei MSC, hat sich aus dem Rennen um die Übernahme der staatlichen italienischen Airline ITA Airways zurückgezogen. Damit bleiben vorerst nur die Deutschen und der US-Fonds Certares als Bewerber übrig.

Lufthansa-Partner MSC hat kein Interesse mehr an ITA

bl Mailand

Mit dem Rückzug des bisherigen Lufthansa-Partners, der italo-schweizerischen Reederei MSC, stößt die geplante Privatisierung der staatlichen italienischen Fluggesellschaft ITA Airways auf neue Schwierigkeiten. Neben dem US-Investor Certares ist nur noch die Lufthansa im Rennen um ITA. Der Airline droht das Geld auszugehen, wenn nicht bald ein Partner gefunden wird. Nach der in den nächsten Tagen geplanten Auszahlung einer Staatshilfe von 400 Mill. Euro kann Rom aus dem von der EU genehmigten Topf von 1,35 Mrd. Euro nur noch weitere 250 Mill. Euro auszahlen.

Wirtschafts- und Finanzminister Giancarlo Giorgetti sagte in Rom, die Lufthansa sei noch immer interessiert, man sei aber auch offen für andere Bewerber. MSC soll verärgert darüber sein, dass die Regierung Draghi Ende September Exklusivverhandlungen mit Certares aufgenommen hat, nicht mit MSC-Lufthansa. Auch die Ablösung des ITA-Präsidenten Alfredo Altavilla soll MSC erzürnt haben. Die neue Regierung unter Giorgia Meloni hatte die Phase für die Exklusivverhandlungen mit Certares kürzlich für beendet und das Verfahren wieder für offen erklärt.

Wie es nun weitergeht, ist offen. Denn ITA verbrennt täglich etwa 1 Mill. Euro und der Gesellschaft geht langsam das Geld aus. Damit sinkt auch der zu erzielende Verkaufserlös für den italienischen Staat. Sollte Lufthansa noch interessiert sein, wäre sie in einer starken Position.

BZ+
Jetzt weiterlesen mit BZ+
4 Wochen für nur 1 € testen
Zugang zu allen Premium-Artikeln
Flexible Laufzeit, monatlich kündbar.