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Versicherer schielen auf insolventes französisches Insurtech Luko

Mehrere Versicherungen haben in den letzten Monaten ein Auge auf das französische Insurtech Luko geworfen, für das jetzt ein Insolvenzverfahren eingeleitet wurde, darunter auch die Allianz.

Versicherer schielen auf insolventes französisches Insurtech Luko

Assekuranz hat Start-up Luko im Visier

wü Paris

Für Luko drängt die Zeit. Das auf Hausratsversicherungen spezialisierte französische Insurtech muss schnell einen Käufer finden, nachdem ein Handelsgericht das Insolvenzverfahren eingeleitet hat. Dabei hatten mehrere Versicherungen bereits ein Auge auf die 2016 von Raphaël Vullierme und Benoît Bourdel gegründete Firma geworfen, darunter die britische Admiral und die Allianz. Admiral bot im Juni 14 Mill. Euro, machte jedoch einen Rückzieher. Grund dafür soll auch eine Steuernachzahlung von 850.000 Euro sein. Die Allianz offerierte 8 Mill. Euro. Die Rettungsversuche scheiterten. Im Insolvenzverfahren müssen Interessenten neue Angebote unterbreiten.

Das Rettungsverfahren war wegen Lukos Schulden von 45 Mill. Euro eingeleitet worden. Die 140 Mitarbeiter zählende Firma hat seitdem im Vorjahr übernommene Versicherungen wieder verkauft: Coya aus Berlin an Getsafe und Unkle aus Frankreich an Solly Azar.

Die digital ausgerichtete Luko verfügt über 450.000 Kunden und 140 Mitarbeiter. Die Allianz habe gute Karten, Luko zu kaufen, heißt es in Paris. Allianz Direct hat im September einen Neustart in Frankreich angekündigt.

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