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Dax erreicht Jahreshoch

Eine freundlich ausfallende Saison der Quartals- und Jahresberichte der börsennotierten Unternehmen hat die europäischen Aktienmärkte auf den höchsten Stand seit einem Jahr getrieben.

Dax erreicht Jahreshoch

Eine freundlich ausfallende Saison der Quartals- und Jahresberichte der börsennotierten Unternehmen hat die europäischen Aktienmärkte auf den höchsten Stand seit einem Jahr getrieben. Der Dax überwand die Marke von 15600 Punkten und markierte ein Tageshoch von 15659 Zählern. Dies ist der höchste Stand seit Januar vergangenen Jahres. Den Handel beendete der Dax mit einem Anstieg von 0,7% auf 15523 Zähler. Der Euro Stoxx 50 kletterte in der Spitze bis auf 4276 Punkte, was ebenfalls den höchsten Stand seit Januar vergangenen Jahres darstellte. Zum Ende der Börsensitzung ergab sich ein Anstieg von 1% auf 4250 Zähler. Deutlich angetrieben wurde der Dax durch den kräftigen Kursanstieg des Schwergewichts Siemens. Der Titel des Konzerns verzeichnete einen Anstieg von 6,9% auf 149,42 Euro. In der Spitze wurde der höchste Stand seit 13 Monaten erreicht. Bei der Vorlage des Quartalsergebnisses sprach der Konzern von einem „fulminanten Start“ in das neue Geschäftsjahr. Die Prognosen des Managements für Umsatz und Gewinn für das Gesamtjahr wurden angehoben. Verwiesen wurde auf einen hohen Auftragsbestand. Das bereinigte Ergebnis je Aktie wird nun bei 8,90 bis 9,40 Euro vermutet, bisher lautete die Prognose auf 8,70 bis 9,20 Euro.

Auf ein Achtmonatshoch von 29,71 Euro kletterte der Aktienkurs von Fresenius. Aus dem Handel ging die Aktie dann mit einem Plus von 4% auf 28,93 Euro. Die „Wirtschaftswoche“ hatte berichtet, dass Fresenius die Dekonsolidierung der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) erwäge, die zuletzt unter Kursdruck geraten war. Der neue Konzernchef Michael Sen erwäge dies im Rahmen der Neuausrichtung des Konzerns. Die FMC-Aktie verzeichnete einen Kursrückgang von 2,9% auf 35,74 Euro.

Fest zeigten sich auch Deutsche Börse mit einem Aufschlag von 1,8% auf 169,38 Euro. In der Spitze kletterte die Aktie auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember. Für das Geschäftsjahr 2023 werden ein Um­satzplus von bis zu 8% und ein Anstieg des operativen Ergebnisses von bis zu 11% erwartet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der operative Gewinn um 24% gesteigert. Die Dividende soll um 13% auf 3,60 Euro angehoben werden.

Unter Druck standen an der indischen Börse in Mumbai die Aktien der Unternehmensgruppe Adani. Die Flaggschiffaktie Adani Enterprises verzeichnete einen Kurssturz von 10,7%. Zwar will die Adani-Gruppe einen Überbrückungskredit in Höhe von 500 Mill. Dollar vorzeitig zurückzahlen. Allerdings sagte der Indexbetreiber MSCI, es werde geprüft, wie hoch der Free Float bei den Aktien der Gruppe sei.

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