Rohstoffe

Iran-Sorgen bremsen Ölpreise

Die Sorge vor einem Angebotsschub aus dem Iran hat die Ölpreise am Donnerstag ausgebremst. Im späten Handel überwogen angesichts positiver Daten aus den USA aber wieder die Nachfragehoffnungen.

Iran-Sorgen bremsen Ölpreise

xaw Frankfurt

Die Sorge vor einem Angebotsschub aus dem Iran hat die Ölpreise am Donnerstag im Handelsverlauf deutlich ausgebremst. Die Notierung der führenden Nordseesorte Brent Crude fiel bis auf 68,11 Dollar, erholte sich in der Folge aber wieder etwas und lag am Abend mit einem leichten Plus von 0,1% auf 68,91 Dollar pro Barrel. Der Preis für US-Leichtöl der Sorte West Texas Intermediate sackte zwischenzeitlich auf 65,47 Dollar ab, im späten Handel stand er dann mit 66,37 Dollar 0,2% über dem Niveau des Vortages.

Hintergrund für die Kursverluste ist die Aussicht auf ein mögliches neues Atomabkommen mit dem Iran, durch das US-Sanktionen gegen Teheran gelockert werden könnten. Denn in der Folge könnte ausgerechnet dann ein zusätzliches Ölangebot am Markt verfügbar werden, wenn das Kartell Opec und seine Verbündeten ihre gedrosselte Produktion wieder ankurbeln.

Im späten Handel überwogen bei den Investoren aber wieder die Nachfragehoffnungen­. So häufen sich die Anzeichen, dass der Ölverbrauch in den USA angesichts fortschreitender Impferfolge und Lockerungen der Corona-Gegenmaßnahmen an Schwung gewinnt.