Banken

Führungs­wechsel bei Bankhaus Metzler

Metzler bekommt erstmals formell einen Vorstandssprecher. Der 60 Jahre alte Gerhard Wiesheu wird die Führung übernehmen.

Führungs­wechsel bei Bankhaus Metzler

Von Wolf Brandes, Frankfurt

Das Bankhaus Metzler bekommt eine neue Führungsspitze und erstmals einen Vorstandssprecher. Der Aufsichtsrat der Bank hat dies am 10. Oktober auf seiner Tagesordnung. Nach Informationen der „FAZ“ wird der 60 Jahre alte Gerhard Wiesheu formell zum Vorstandssprecher er­nannt. Er löst Bankchef Emmerich Müller ab, der die Bank bisher als „Mannschaftskapitän“ lenkte.

Wiesheu war bisher im Vorstand verantwortlich für die Vermögensverwaltung und das Auslandsgeschäft. Er ist seit 2001 für Metzler tätig. Vor seiner Tätigkeit bei Metzler arbeitete Wiesheu als Geschäftsführer bei der Commerz International Capital Management (CICM). Von 1994 bis 1999 leitete er als Geschäftsführer die CICM in Tokio.

Seit Oktober 2020 ist Wiesheu Präsident von Frankfurt Main Finance. Die Finanzplatzinitiative hat zum Ziel, Frankfurt als Finanzzentrum im In- und Ausland zu positionieren. Ehrenamtlich engagiert sich Wiesheu für zahlreiche Organisationen. Sein besonderes Augenmerk gilt den deutsch-japanischen Beziehungen, was auch per­sönlich motiviert ist: Er arbeitete und lebte jahrelang in Japan, ist mit einer Japanerin verheiratet und hat zwei Kinder.

Neu in den Vorstand berufen werden soll Franz von Metzler, Sohn von Friedrich von Metzler. Franz von Metzler studierte Betriebswirtschaft in Mailand, London, Paris und Berlin. Seine berufliche Laufbahn führte den 36-Jährigen als M&A-Analyst zu HSBC in London. Seit 2014 arbeitet er bei Metzler und wurde 2020 zum Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Metzler Asset Management bestellt, zuständig für die institutionelle Kundenbetreuung. Mit seiner neuen Rolle ist Franz von Metzler potenzieller Nachfolger als Mannschaftskapitän.

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