Medizintechnik

Chirurgieroboter zieht Anleger an

Der Roboterhersteller CMR Surgical hat bei seiner jüngsten Finanzierungsrunde 600 Mill. Dollar eingesammelt. Er produziert den Roboterarm „Versius“, der unter anderem Leistenbrüche operieren kann.

Chirurgieroboter zieht Anleger an

hip London

Der britische Chirurgieroboterhersteller CMR Surgical hat bei einer Finanzierungsrunde 600 Mill. Dollar eingesammelt. Wie das Unternehmen aus Cambridge mitteilt, handelte es sich bei der von einem Softbank-Fonds und der Ally Bridge Group geführten Kapitalmaßnahme um die bislang größte Medtech-Finanzierungsrunde, die es je gegeben hat. CMR Surgical wird dadurch mit 3 Mrd. Dollar bewertet. J.P. Morgan war als Sole Placement Agent mit von der Partie. RPMI Railpen, Tencent und Chimera kamen neu an Bord. Cambridge Innovation Capital, PFM Health Sciences und GE Healthcare gehörten zu den Altinvestoren, die sich auch an dieser Runde beteiligten.

Der Erlös soll unter anderem für die weltweite Vermarktung des Roboterarms „Versius“ für die Schlüsselloch-Chirurgie genutzt werden. Er kann Leistenbrüche operieren und Eingriffe im Hals-, Nasen-, Ohrenbereich sowie im Darm oder an der Prostata durchführen. Dabei wird er von einem Chirurgen kontrolliert. Das Klinikum Chemnitz war das erste deutsche Krankenhaus, an dem das System installiert wurde. Auch in Krankenhäusern des britischen National Health Service (NHS) wird „Versius“ eingesetzt. CMR Surgical will auch in die digitale Umgebung des Roboters wie die App Versius Connect investieren. Er ließe sich auch in der Telemedizin einsetzen, wenn die regulatorischen Voraussetzungen einmal geschaffen sind.