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Redaktion

DAS CFO-INTERVIEW
Koenig & Bauer-Finanzvorstand Kaufmann will sich "sinnvollen Gesprächen" über Allianzen nicht entziehen

po/ds/mic Frankfurt/München - Allianz Capital Partners und MAN, die Großaktionäre des verlustreichen Druckmaschinenherstellers Manroland, haben die weltweite Nummer 3 der Branche nicht vor der Insolvenz bewahren können. Wegbrechende Bestellungen und der verschärfte Preisdruck an dem von Überkapazitäten gekennzeichneten Markt zwangen das Unternehmen in die Knie. Manroland hat aber zugleich auch Antrag auf Anordnung einer Sanierung in Eigenverantwortung gestellt, um "wesentliche Einheiten" des Unternehmens mit seinen derzeit noch 6 500 Beschäftigten zu retten. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Werner Schneider, der unter anderem den Konzern Walter Bau abwickelte. Als Generalbevollmächtigter für die Restrukturierung wurde Rechtsanwalt Frank Kebekus benannt.

"Ich glaube, die Druckmaschinenbranche ist so kompetitiv wie kaum eine andere", sagt Axel Kaufmann, Finanzvorstand des deutschen Manroland-Konkurrenten Koenig & Bauer (KBA), im CFO-Interview der Börsen-Zeitung. Die Zahlungsunfähigkeit von Manroland ändere für KBA vorerst nichts. "Ein Insolvenzverfahren heißt ja nicht, dass alles sofort verschwindet." Überkapazitäten seien ein Manko der Branche. "Unsere laufenden Optimierungsprogramme zur Auslastungs- und Prozessverbesserung werden wir konsequent weiterverfolgen und alle weiteren Optionen sondieren", so Kaufmann. Allianzen schließt der Finanzchef nicht grundsätzlich aus: "KBA brächte eine Menge mit, deshalb würden wir uns sinnvollen Gesprächen nicht entziehen."

Die Allianz betonte, die Versicherung habe eine weitere Kapitalzuführung sorgfältig geprüft. Mit Blick auf die anhaltend schwierige Lage der Druckmaschinenbranche sei dies aber nicht mehr zu rechtfertigen gewesen. Auf der "Zielgeraden" war ein Investor für Manroland abgesprungen. Hätte man diesen an Bord holen können, wären Allianz und MAN wohl noch einmal zu einer Kapitalspritze von etwa 30 Mill. Euro bereit gewesen, hieß es.

In Branchenkreisen war zu hören, dass der Investor mit der neu verhandelten Laufzeit des bestehenden Kredits über 150 Mill. Euro für Manroland nicht zufrieden gewesen sei. Er soll sechs Jahre gefordert haben, während die Banken sich nur auf viereinhalb Jahre verpflichten wollten.

Heftige Kritik am Verhalten der Eigentümer äußerte die IG Metall. Der stellvertretende Manroland-Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Kerner machte die Insolvenz an mangelnder finanzieller Unterstützung fest.

- Wertberichtigt Seite 8

- Bericht Seite 9

- Interview Seite 11


Börsen-Zeitung, 26.11.2011, Autor po/ds/mic Frankfurt/München, Nummer 229, Seite 1, 319 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2011229014&titel=Allianz-und-MAN-schicken-Manroland-in-die-Insolvenz
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