Devisenmarkt

Zinsspekulation treibt den Euro

Die europäische Gemeinschaftswährung hat am Donnerstag deutlich zugelegt. Unter starken Druck geriet der russische Rubel.

Zinsspekulation treibt den Euro

wbr Frankfurt

Der Euro hat am Donnerstag um 0,7% zugelegt. Am Abend notierte die Währung bei 1,1108 Dollar. Positiv wirkten Aussagen von Vertretern der EZB, die als Hinweis auf eine Zinserhöhung in diesem Jahr gewertet wurden. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte gesagt, dass die Inflation mittelfristig nicht unter das Niveau vor der Pandemie fallen dürfte. Die Zinsentscheidung der Fed vom Vorabend belastete die Gemeinschaftswährung kaum. Auch die Entwicklung des Kriegs in der Ukraine konnte den Anstieg des Euro nur zeitweise bremsen. Am Devisenmarkt bleibt die Verunsicherung aber hoch. Die russische Währung fiel in Relation zum Greenback um 13% und notierte bei 102,50 Rubel pro Dollar. Leicht unter Druck kam die türkische Währung, die um 0,6% fiel und am Abend bei 14,70 Lira pro Dollar gehandelt wurde. Die Notenbank des Landes hat den Leitzins trotz der hohen Inflation weiter auf 14% belassen. Im Februar war die Inflationsrate in der Türkei auf 54% gesprungen.

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