Coco-Bonds

Anleihe-Investoren der Credit Suisse prüfen Klagen

Investoren von Coco-Bonds der Credit Suisse prüfen juristische Schritte gegen die Finanzmarktaufsicht. Unterdessen hellt sich die Stimmung bei US-Bankinvestoren deutlich auf.

Anleihe-Investoren der Credit Suisse prüfen Klagen

ak/phh/rec/xaw Frankfurt

Die Rettung der Credit Suisse dürfte ein juristisches Nachspiel haben. Investoren der vor einer Totalabschreibung stehenden Additional-Tier-1-Anleihen (AT1) prüfen Klagen. Zu den größten Anlegern in diesen Nachrangpapieren der Bank sollen namhafte Vermögensverwalter wie die Allianz-Tochter Pimco zählen, deren Exposure Bloomberg mit nominal 807 Mill. Dollar bezifferte. Versicherer dagegen sind kaum in AT1-Bonds investiert.

Bei der dramatischen Bankenrettung in der Schweiz sind Anleihe­investoren der Credit Suisse anders als Aktionäre leer ausgegangen. Das hat auch an den Finanzmärkten in der Europäischen Union für Verunsicherung gesorgt. Der oberste Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB), Andrea Enria, hat ein vergleichbares Vorgehen im Fall der Fälle ausgeschlossen. „Wir haben klargestellt, dass dieses Vorgehen nicht machbar wäre unter dem europäischen Regelwerk“, sagte Enria bei einer Anhörung im EU-Parlament. Mit seiner Zusicherung verleiht Enria einer Erklärung der zuständigen EU-Institutionen­ EZB, EBA und SRB Nachdruck, mit denen diese auf die Vorgänge in der Schweiz reagiert haben.

Unterdessen hellte sich die Stimmung bei US-Bankinvestoren deutlich auf. Die Aktie der gebeutelten First Republic Bank profitierte stark von Berichten, gemäß denen führende Finanzinstitute um J.P. Morgan neue Hilfsmaßnahmen für den spezialisierten Lender prüfen. Bereits in der vergangenen Woche hatten elf Geldhäuser 30 Mrd. Dollar bei First Republic eingezahlt – im Raum steht nun die Option, diese Mittel umzuwandeln und First Republic so eine Kapitalerhöhung zu ermöglichen.

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