Konjunktur

Schau genau auf den Auftrags­eingang

Die Stimmung ist mies, trotz noch immer prall gefüllter Auftragsbücher. Wer auf schwierige Zeiten tippt, kann nur recht behalten.

Schau genau auf den Auftrags­eingang

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Mit Konjunkturdaten ist es so eine Sache. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie und dem Einmarsch Russlands in die Ukraine herrscht so eine hohe Unsicherheit, dass Prognosen schwieriger als sonst sind – die Deutung ebenfalls. Man muss schon ganz genau hinsehen, und selbst dann will der grüblerisch-verzweifelte Blick oft nicht gänzlich schwinden. Kleines Beispiel? Auf den ersten Blick sehen die Auftragseingänge bescheiden aus: Ein Minus von 2,4% steht für August zu Buche. Allerdings wurde der Juli-Wert kräftig nach oben revidiert. Und ohne Großaufträge gab es auch im August ein Plus. Aber die Stimmung ist mies. Trotz noch immer prall gefüllter Auftragsbücher. Und der Lieferkettenstress nimmt wieder zu. Wobei sich die Containerschiffstaus lösen, die Frachtraten zumindest aus Richtung China sinken. Und, ach ja, bei der nun beschleunigten Abkehr von fossilen Energien müsste doch mehr investiert werden. Die Infrastruktur ist ja auch marode. Bei der Digitalisierung geht auch noch was. Wer da auf schwierige Zeiten tippt, kann nur recht behalten.

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