Lieferketten

Brompton fürchtet Krieg um Taiwan

Der britische Fahrradhersteller Brompton will Teile seiner Beschaffungskette aus China und Taiwan heraus verlagern. In der gesamten Branche gebe es solche Anstrengungen, sagt der Geschäftsführer.

Brompton fürchtet Krieg um Taiwan

hip London

Brompton Bicycle hat vor, Teile ihrer Beschaffungskette aus China und Taiwan heraus zu verlagern. Den Hintergrund bildet die Angst vor einem möglichen Konflikt zwischen der Volksrepublik und der demokratisch regierten Insel. „Taiwan stellt die womöglich qualitativ besten und innovativsten Fahrradkomponenten her“, zitiert der „Telegraph“ Will Butler-Adams, den Geschäftsführer des größten britischen Fahrradherstellers, dessen Falträder auch in Deutschland bekannt sind. Anders als die meisten anderen Fahrradproduzenten stelle Brompton die meisten Komponenten selbst her. „Aber wir brauchen immer noch einige dieser einzigartigen, sehr fahrradspezifischen Elemente“, sagte Butler-Adams dem Blatt zufolge. Der weltgrößte Fahrradproduzent, die taiwanische Giant Group, habe seine Zulieferer angewiesen, ins Ausland zu expandieren. Das bedeute nicht unbedingt, dass sich Fahrradhersteller neue Zulieferer suchen müssen, erklärte der Manager. Man versuche vielmehr, bestehende Partner dazu zu bewegen, Tochtergesellschaften in Thailand oder Vietnam an den Start zu bringen. Auf diese Weise könne man weiter auf die Wissensbasis der Unternehmen zugreifen. „Man will nicht alle Eier in einen Korb legen“, sagte Butler-Adams. Das spiele sich in der Branche derzeit auf breiter Ebene ab.