Batteriehersteller

CATL erleidet empfindliche Gewinn­einbuße

Beim weltmarktführenden Batteriehersteller für die Elektroautoindustrie Contemporary Amperex Technology Co. Ltd. (CATL) frisst sich die eklatante Verteuerung von Rohmaterialien für die Herstellung von Batterieaggregaten ins Ergebnis und verschreckt...

CATL erleidet empfindliche Gewinn­einbuße

nh Schanghai

Beim weltmarktführenden Batteriehersteller für die Elektroautoindustrie Contemporary Amperex Technology Co. Ltd. (CATL) frisst sich die eklatante Verteuerung von Rohmaterialien für die Herstellung von Batterieaggregaten ins Ergebnis und verschreckt die Anleger. Wie CATL berichtet, ist der Gewinn nach Steuern im ersten Quartal 2022 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 24% auf 1,49 Mrd. Yuan (rund 210 Mill. Euro) abgerutscht. Der bereinigte Gewinn fiel noch deutlicher um 41% auf 1 Mrd. Yuan zurück. Für CATL bedeutet dies die bislang größte Gewinneinbuße in der noch relativ jungen Firmengeschichte. Im vergangenen Jahr hatte CATL Rekordgewinne über knapp 16 Mrd. Yuan eingestrichen.

CATL konnte mit einem Umsatzplus von 153% auf 48,7 Mrd. Yuan ihre imposante Wachstumsstory zwar fortsetzen, litt aber heftig unter den extremen Weltmarktpreisschüben für Materialien wie Nickel und Lithium. Die inflationäre Entwicklung der Rohstoffpreise hatte sich bereits 2021 im Zuge des Nachfragebooms für Elektroautos und in Lieferengpässen manifestiert, ist aber durch den Ukraine-Krieg noch gravierend verschärft worden. Bei CATL schlägt sich dies in einem Anstieg der Inputkosten von fast 200% für das zurückliegende Quartal nieder.

CATL betont allerdings, dass vom laufenden Quartal an eine verstärkte Preisüberwälzung an die Batteriekunden in der Autobranche erfolgen wird, die zu einer Festigung der zuletzt stark gedrückten Margen führen werde. Bei den Aktionären zeigt man sich dennoch von den Ertragsperspektiven der Gesellschaft enttäuscht. Am Donnerstag brach der CATL-Kurs an der Börse Shenzhen in der Spitze um 14% ein und ging mit einem Tagesverlust von gut 8% aus dem Markt. Seit Jahresbeginn haben die Titel nun bereits gut ein Drittel ihres Wertes verloren.