Bank of England

Finanzstabilitätshüter ziehen Bilanz

Im Finanzstabilitätsbericht der Bank of England wird neben den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie wohl auch der heiß laufende Wohnimmobilienmarkt eine große Rolle spielen.

Finanzstabilitätshüter ziehen Bilanz

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Dienstag, 13.7.:

Man darf gespannt sein, was die Stabilitätshüter der Bank of England in den Vordergrund stellen werden, wenn sie am Dienstag ihren Finanzstabilitätsbericht vorlegen. Das Bankensystem war den Herausforderungen durch den britischen EU-Austritt und die Coronavirus-Pandemie bislang gewachsen. Der Hypothekenmarkt dürfte angesichts des sprunghaften Anstiegs der Wohnimmobilienpreise ein großes Thema sein. Wie der Hypothekenanbieter Nationwide mitteilte, legten sie im Juni im Vorjahresvergleich um 13,4 % zu. Im Vergleich zu den durchschnittlichen Einkommen bewegen sie sich auf Rekordniveau.

Auch die Diskussion um Kryptowährungen und digitales Zentralbankgeld könnte sich im Finanzstabilitätsbericht widerspiegeln. Eine klare Position dazu wäre wünschenswert, vielleicht ja sogar das Bekenntnis, möglichst schnell ein digitales Pfund an den Markt bringen zu wollen. Und dann ist da auch noch der Klimastresstest, der ermitteln soll, ob das britische Finanzsystem den erwarteten Anforderungen des Wandels zur Nullemissionswirtschaft gewachsen sein wird. Der sogenannte antizyklische Puffer dürfte wohl noch länger als bis zum Schlussquartal 2021 auf 0 % der risikogewichteten Aktiva gehalten werden. Berücksichtigt man, dass es üblicherweise zwölf Monate dauert, bis eine Erhöhung greift, können die Banken also mindestens bis zum Schlussquartal 2022 von 0 % ausgehen.