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Zinssorgen drücken Dax

Die anhaltenden Inflations- und Zinssorgen haben den Dax am Mittwoch zeitweise unter die Marke von 13.000 Punkten gedrückt.

Zinssorgen drücken Dax

ck Frankfurt

Die anhaltenden Inflations- und Zinssorgen haben den Dax am Mittwoch zeitweise unter die Marke von 13000 Punkten gedrückt. Er sank bis auf 12952 Zähler und schloss mit einer Einbuße von 1,2% bei 13028 Punkten, der Euro Stoxx 50 verlor 0,5% auf 3568 Zähler.

Chemiewerte Tagesverlierer

Tagesverlierer im Dax waren die Aktien der energieintensiven Che­mieunternehmen­ Covestro (−3,8%) und BASF (−3,3%). Vonovia fielen bis auf 24,55 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit dem Februar 2016, ehe sie mit einem Verlust von 3,1% bei 24,60 schlossen. Spitzenreiter waren Volkswagen (1,1%), Porsche legten um 0,4% zu.

Im Mittelpunkt standen Kion, die um bis zu fast 30% einbrachen und mit einer Einbuße von 29,7% bei 23,77 Euro schlossen. Das Unternehmen schockte den Markt mit der Mitteilung, für das dritte Quartal einen Verlust zwischen 100 und 140 Mill. Euro zu erwarten. Im Gesamtjahr rechnet Kion mit einem Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von 200 bis 310 Mill. Euro was einen Einbruch von bis 75% bedeuten würde. Die in der Zwischenzeit kassierte Prognose hatte bei mehr als 1 Mrd. Euro gelegen. Etliche Häuser senkten ihre Kursziele, so Warburg Research mit beibehaltener Kaufempfehlung von 59 auf 41 Euro. Alster Research reduzierte ihr Kursziel mit ebenfalls beibehaltener Kaufempfehlung von 67,50 auf 49 Euro.

Uniper auf Rekordtief

Sehr schwach waren auch Uniper. Die drohende Verstaatlichung des Unternehmens drückte die Aktie bis auf ein Rekordtief von 3,87 Euro. Zum Schluss lag sie mit einem Verlust von 18,3% bei 3,98 Euro. Die Aktie der finnischen Mutter Fortum stieg um 1,9%. About You sackten um bis zu 13,4% ab und lagen zuletzt mit 11,1% im Minus. Der Online-Händler senkte seine Prognosen. Er geht jetzt von einem Erlös von 1,905 bis 2,078 Mrd. Euro nach bislang avisierten 2,165 bis 2,338 Mrd. Euro aus und erwartet einen Ebitda-Fehlbetrag von 120 bis 140 Mill. Euro nach einem bisher in Aussicht gestellten Verlust 50 bis 70 Mill. Euro.

In Madrid erfreute dagegen der Bekleidungseinzelhändler Inditex die Anleger. Die Aktie stieg um bis zu 6,1% und schloss mit einem Gewinn von 3,8%. Das Unternehmen legte für den Zeitraum von Februar bis Juli einen um rund 25% erhöhten Erlös von 14,8 Mrd. und ein um 44% gestiegenes Ebit von 2,4 Mrd. Dollar vor. Die Aktie des Wettbewerbers H&M legte um 0,5% zu. Iberdrola gaben um 1,9% nach. Der Versorger teilte mit, dass er 49% eines deutschen Offshore-Windparks an die Schweizer Energy Infrastructure für 700 Mill. Euro veräußert.