E-Commerce

Ardian geht zum zweiten Mal bei Berlin Brands an Bord

Erst Anfang September hat der französische Finanzinvestor Ardian seinen Minderheitsanteil am E-Commerce-Spezialisten Berlin Brands Group an Bain Capital verkauft. Jetzt geht der Investor erneut an Bord und sichert sich für 100 Mill. Dollar wieder eine Minderheit.

Ardian geht zum zweiten Mal bei Berlin Brands an Bord

sp Berlin

Der französische Finanzinvestor Ardian geht keine drei Monate nach dem Verkauf eines Minderheitsanteils an Berlin Brands Group (BBG) erneut bei dem E-Commerce-Spezialisten aus der Hauptstadt an Bord. Ardian investiert laut Reuters, die sich auf Insider beruft, 100 Mill. Dollar und erhält dafür wieder eine Minderheit. Mehrheitsgesellschafter bleibt Gründer und CEO Peter Chaljawski zusammen mit seinem Gründerteam. Zweitgrößter Gesellschafter ist Bain Capital, die Anfang September die Anteile von Ardian übernommen hatte und sich im Zuge dessen mit 700 Mill. Dollar Fremd- und Eigenkapital zu einer Bewertung oberhalb von 1 Mrd. Dollar bei BBG engagierte.

Das Unternehmen, das mittlerweile in 28 Ländern mehr als 3700 Produkte im Einzelhandel, auf eigenen Online-Plattformen und Online-Marktplätzen wie Amazon vertreibt, will die frischen Mittel unter anderem für den Ausbau der Logistik und für Übernahmen von weiteren Marken für das Direct-To-Consumer-Geschäft verwenden. Hier tobt der Wettbewerb mit immer mehr Nachwuchsfirmen, die nach dem Vorbild des US-Start-ups Thrasio Jagd auf unabhängige Online-Marken machen, um ihr profitables Geschäft auf Plattformen wie Amazon unter einem Dach zu aggregieren.

Neben Berlin Brands Group sind aus Berlin unter anderem auch das jüngste milliardenschwere Start-up aus Deutschland, Razor Group, sowie Seller X und The Stryze Group am Start, die in den vergangenen Monaten zusammen mit BBG mehr als 2 Mrd. Dollar bei Investoren eingesammelt haben. Zum Investorenthema gemacht wurde dieses Geschäft 2018 von Thrasio, die seither schon mehr als 3 Mrd. Dollar eingeworben hat. Der US-Konkurrent Heyday hat in dieser Woche eine Finanzierungsrunde über 550 Mill. Dollar gedreht.