Luftfahrt

British-Airways-Mutter setzt mehr um als vor Covid

IAG hat im dritten Quartal mehr umgesetzt als im Vergleichsquartal des letzten Jahres vor der Pandemie. Dabei nutzte die Mutter von Iberia und British Airways nur vier Fünftel der Kapazitäten von 2019.

British-Airways-Mutter setzt mehr um als vor Covid

hip London

Die British-Airways-Mutter IAG hat im abgelaufenen Quartal trotz der Kapazitätspro­bleme des Londoner Flughafens Heathrow mehr umgesetzt als im Vergleichsquartal des letzten Jahres vor der Pandemie. Wie die International Consolidated Airlines Group (IAG) mitteilte, lag der Erlös bei 7,33 (i.V. 2,71) Mrd. Euro. Das waren 0,9 % mehr als 2019. Dabei setzte das Unternehmen nur gut vier Fünftel seiner vor der Pandemie genutzten Kapazitäten dafür ein. Netto zeigte die Gruppe, zu der auch die spanische Iberia und die irische Aer Lingus gehören, einen Überschuss von 853 Mill. Euro. Ein Jahr zuvor hatte noch ein Verlust von 574 Mill. Euro zu Buche gestanden.

„Alle unsere Airlines waren signifikant rentabel“, sagte CEO Luis Gallego. „Wir beobachten weiterhin eine starke Passagiernachfrage, während sich Kapazitäten und Auslastung erholen.“ Die Urlaubsflugnachfrage sei besonders gesund. Der Geschäftsreiseverkehr erhole sich stetig. Für das Gesamtjahr rechnet das Management nun mit einem Gewinn von 1,1 Mrd. Euro – deutlich mehr als die 809 Mill. Euro, die Analysten im Schnitt angesetzt hatten. Der operative Cashflow soll „deutlich positiv“ ausfallen. Die Nettoverschuldung werde allerdings steigen – wegen des jahreszeitlich bedingten Buchungsverhaltens der Kunden und wegen der Lieferung neuer Maschinen im Schlussquartal. Die Aktionäre genehmigten zuletzt den Erwerb von 87 Kurzstreckenflugzeugen, von denen sich IAG langfristig Einsparungen, einen geringeren CO2-Ausstoß und eine bessere Kundenerfahrung verspricht. „Während die Nachfrage stark ist, sind wir uns der Ungewissheiten des wirtschaftlichen Ausblicks und des anhaltenden Drucks auf die privaten Haushalte bewusst“, sagte Gallego. IAG passe ihr Angebot der Nachfrage an. Im laufenden Jahr soll sie auf 87 % des Niveaus von 2019 steigen, im Auftaktquartal 2023 auf 95 %.

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