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Redaktion

rendite - Anlagemagazin Ausgabe März 2019
TITEL
Dividendenaristokraten
Wer die Aktien mit den höchsten Ausschüttungsrenditen erwirbt, erleidet häufig Schiffbruch. Denn wird einmal die Dividende eines solchen, häufig zyklischen Wertes gekürzt oder fällt sie ganz aus, bewegt sich auch der Aktienkurs meist scharf nach unten.

Wesentlich erfolgversprechender ist es da, auf sogenannte Dividendenaristokraten zu setzen, also auf Firmen, die über die Jahre durch stabile und möglichst steigende Ausschüttungen überzeugen. "Wenn Unternehmen die Dividende kontinuierlich gezahlt und angehoben haben, ist dies oft ein Indiz für ein erfolgreiches und etabliertes Geschäftsmodell", erläutert Analyst Michael Bissinger von der DZ Bank. Zudem sei bei diesen Titeln eine hohe Qualität der Bilanz wichtig. Bei den Aristokraten würden zudem aufgrund der stetigen Dividendensteigerung die Renditen dieser Titel im Laufe der Zeit weiter ansteigen. Bissinger wörtlich: "Somit kann der Investor von einer dynamisierten Ausschüttung sowie von einer Art Zinseszinseffekt profitieren."

Am deutschen Aktienmarkt gibt es sowohl bei Standardtiteln als auch bei Nebenwerten einige Dividendenaristokraten. In der Tabelle unten sind Titel aufgeführt, die gemäß dem Screening der DZ Bank in den vergangenen zehn Jahren stets eine Dividende gezahlt haben und die in mindestens acht von zehn Jahren die Ausschüttung angehoben bzw. stabil gehalten haben. Hinzu kommen Kriterien wie keine Kürzung der Dividende um mehr als 30 % in einem Jahr und eine Ausschüttungsquote (Pay-out-Ratio) von kleiner als 100 %. Unter den fünf der für 2019 von der DZ Bank favorisierten Dividenaristokraten finden sich mit Allianz, BASF, Bayer und Siemens vier Dax-Titel. Hinzu kommt noch MDax-Wert Deutsche Euroshop.

Zu Zeiten der Dotcom-Blase hatte die Allianz aufgrund eines hohen Aktienenagements noch Probleme. Seitdem scheint der Versicherer die Risiken im Griff zu haben und überzeugt durch steigende Gewinne und Dividenden. 2018 kletterte das Ergebnis der Allianz-Aktie um 14,4 % auf 17,43 Euro, während die Dividende kräftig auf 9 Euro je Aktie erhöht wird. Damit bietet der Titel eine Dividendenrendite von 4,6 % plus der Erwartung einer in den nächsten Jahren weiter steigenden Ausschüttung.

Zu den Qualitätswerten, die auf stabile und steigende Ausschüttungen ausgerichtet sind, zählt auch der Chemiekonzern BASF, der aktuell eine satte Dividendenrendite von 4,9 % abwirft.

Auch Bayer ist nach den Kurskapriolen der letzten Jahre vom Wachstums- zum Dividendenwert mutiert. Und Siemens überzeugt ebenfalls durch stetige Ausschüttungen. Wer hohe und stabile Dividenden schätzt, ist bei Immobilientiteln wie der Deutschen Euroshop und Hamborner Reit gut aufgehoben.

Ein Qualitätswert, der stetig steigende Dividenden zahlt, ist auch Fielmann. Beim Brillenspezialisten kam es mitunter zwischenzeitlich zu Kursrückschlägen, nachdem die Akie zuvor zu schnell nach oben geklettert war. Denn auch bei den Aristokraten ist es wichtig, eine Aktie nicht zu teuer einzukaufen.

Börsen-Zeitung, 02.03.2019, Autor Werner Rüppel, Nummer 71, Seite B 18, 413 Wörter

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