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Redaktion

Notenbanker bereiten Lockerung für Dezember vor - Berlin plant Milliardenhilfen - Börsen erholen sich

ms/wbr/sp Frankfurt/Berlin - Nach der erneuten Zuspitzung der Coronakrise hat die Europäische Zentralbank (EZB) für Dezember eine weitere Lockerung ihrer ohnehin bereits ultraexpansiven Geldpolitik in Aussicht gestellt. Der EZB-Rat sei sich einig gewesen, dass weitere Maßnahmen notwendig seien, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde gestern nach der Sitzung des Rats. Die Risiken für die Konjunktur nähmen eindeutig zu. Jetzt gehe es darum zu schauen, was am besten wirke. Dabei würden alle Instrumente angeschaut. "Die EZB wird auch in der zweiten Welle da sein", sagte sie.

Lagarde schürte mit ihren Aussagen Erwartungen, dass es im Dezember sogar erneut ein größeres Maßnahmenpaket geben könnte - wie bereits früher. Schon seit längerem spekulieren Beobachter auf eine weitere Aufstockung des 1,35 Bill. Euro schweren Corona-Notfallkaufprogramms PEPP. Denkbar wären aber auch weitere Liquiditätshilfen für die Banken oder gar eine Senkung des Einlagenzinses von aktuell - 0,5 %.

An den Aktienmärkten reagierten Anleger erfreut. Der Dax drehte während Lagardes Pressekonferenz ins Plus. Der Leitindex schloss 0,3 % höher bei 11 598 Punkten. In den ersten drei Handelstagen der Woche hatte er mehr als 8 % verloren. Der Euro beschleunigte dagegen seine Talfahrt und fiel auf ein Viereinhalb-Wochen-Tief von 1,1653 Dollar.

Unterdessen verteidigte in Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die ab Montag geltenden Kontaktbeschränkungen als "geeignet, erforderlich und verhältnismäßig". Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) kündigten unter anderem neue milliardenschwere Nothilfen für betroffene Unternehmen an.

- Nebenstehender Kommentar

Berichte Seiten 6 und 24

Leitartikel Seite 8

Börsen-Zeitung, 30.10.2020, Autor ms/wbr/sp Frankfurt/Berlin, Nummer 209, Seite 1, 237 Wörter

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