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Redaktion

Klebstoffgeschäft boomt - Neue US-Tochter drückt Marge bei Waschmitteln

ak Düsseldorf - Henkel ist mit neuen Bestmarken ins Jahr gestartet. Der Umsatz übersprang erstmals die Marke von 5 Mrd. Euro, die größte Sparte Klebstoffe ragte bei der Umsatz- und Ergebnisverbesserung heraus. Die Kennziffern des Persil- und Pritt-Herstellers übertrafen zum Teil die Erwartungen der Analysten.

Konzernchef Hans van Bylen präsentierte die Zahlen am Donnerstag mit Stolz, aber auch einer gehörigen Portion Vorsicht. Zwar erreichte das organische Wachstum mit 4 % das obere Ende der Zielspanne für 2017 und das Plus beim Ergebnis je Aktie lag mit 11 % deutlich über dem avisierten Korridor. Doch zu mehr als einer Bestätigung der bisherigen Finanzziele ließ sich der Henkel-Lenker nicht hinreißen.

Van Bylen nannte das Marktumfeld herausfordernd, volatil und unsicher. Konkret führte er vor allem den harten Preis- und Promotionwettbewerb in den Markenartikelgeschäften an. "Preisdruck merken wir in allen Regionen und in allen Kategorien." Ein niedriges Wachstum in vielen Ländern führe zu Verdrängungswettbewerb unter den Konsumgüterproduzenten, auch die Konzentration im Handel und der Umschwung Richtung Onlinehandel seien der Grund, warum die Preise kaum zu halten seien. Henkel versucht gegenzusteuern, indem der Konzern möglichst viele Innovationen auf den Markt bringt und sie im höheren Preisbereich positioniert.

Auch die Rohstoffpreise steigen allmählich an. Der im ersten Quartal leichte Effekt werde sich im Laufe des Jahres vermutlich verstärken, prognostizierte Finanzvorstand Carsten Knobel. Er rechne mit einer Steigerung der Rohstoffpreise im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich, die aber schon in die Jahresprognose eingearbeitet sei.

Im bislang margenstärksten Waschmittelsegment veränderte die Übernahme von Sun Products in den USA die Verhältnisse. Zwar sprang der Umsatz fast um ein Drittel auf 1,7 Mrd. Euro, doch bei der Rendite musste Henkel Federn lassen - die neue Tochter ist noch längst nicht auf dem Niveau der Düsseldorfer.

Ganz anders dagegen entwickelten sich die Klebstoffe. Organisch wuchsen die Erlöse hier um 5,5 %, wozu vor allem die Wachstumsmärkte beitrugen. In Lateinamerika und Asien (ohne Japan) sei ein zweistelliges Plus verzeichnet worden, hieß es in der Quartalsmitteilung, die Henkel im Vergleich zu den früheren Zwischenberichten sehr stark eingedampft hat.

Henkel baut in flottem Tempo die Schulden ab, die sich der Konzern mit der 3,2 Mrd. Dollar teuren Übernahme von Sun Products aufgehalst hatte. Seit Mitte 2016 hat der Dax-Konzern seine Nettoverschuldung um 700 Mill. Euro auf jetzt unter 2 Mrd. Euro gesenkt. Henkel hat dennoch im ersten Quartal mit dem Beschichtungsspezialisten Darex in den USA und dem Haarpflegeunternehmen Nattura in Mexiko zwei weitere Akquisitionen getätigt, die jedoch noch nicht abgeschlossen sind.

Die Anleger nahmen nach der Veröffentlichung der Zahlen am Donnerstag Gewinne mit, nachdem die Vorzugsaktien im Dax am Vortag ein Allzeithoch erreicht hatten. Die Henkel-Papiere lagen mit 1,1 % im Minus und landeten bei 125,20 Euro.

Börsen-Zeitung, 12.05.2017, Autor Antje Kullrich, Düsseldorf, Nummer 91, Seite 13, 437 Wörter

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